САНКТ-ПЕТЕРБУРГ

САНКТ-ПЕТЕРБУРГ
28.05.2016 – 04.06.2016

Sankt Petersburg, Zarenresidenz an der Newa! Eine Woche voller neuer Eindrücke: Sprachschule, Gastfamilie, Kunst und Architektur und vor allem: Viel Russisch! Die 8 Schülerinnen der 7B haben so brav Kascha, Pelmeni und Blintschiki gegessen, dass wir das Venedig des Nordens eine Woche lang bei strahlendem Sonnenschein und ungewöhnlich warmen 25 Grad genießen konnten.
(Mag. Katharina Kugler und Mag. Maria Sonnweber)

Первый день

„Moskau, Moskau, Russland ist ein schönes Land!“ sangen wir bereits am Flughafen Pulkovo 1 – doch wie schön die Stadt Sankt Petersburg sein würde, wussten wir bei unserer Ankunft noch nicht. Mit einem klapprigen, blauen Bus wurden wir zu unseren Gastfamilien gebracht. Unser Gastvater Sascha nahm uns in Empfang. Gemeinsam mit unseren Koffern zwängten wir uns in einen engen, stockfinsteren Lift (die Glühbirne sei kaputt, erklärte uns Sascha). Als die Wohnungstür aufging, stand uns eine lächelnde Dame gegenüber – Natascha, unsere Gastmutter. Sie hatte uns zum Abendessen einen großen Topf Borschtsch gekocht, doch das war noch nicht alles: Natascha servierte Fleisch, Buchweizen, Salat und Smetana. Zum Nachttisch gab es Topfenstrudel, Früchte und Saft. Während dem Essen wurden wir von unserer Gastmutter mit russischen Sätzen und Erzählungen über die Geschichte Sankt Petersburg nur so überhäuft. Danach machten wir uns mit unserer Gruppe auf zu einem ausführlichen Stadtspaziergang auf demNewskij Prospekt, bis zum Palastplatz und dem Fluss Newa. Abschließend besichtigten wir die prachtvollen Stationen der Petersburger U-Bahn und statteten auch dem Puschkin-Denkmal in der gleichnamigen Metrostation einen Besuch ab. (Naomi)

Второй день

Ein guter Tag in Russland beginnt mit einem nahrhaften Frühstück, am besten mit „Kascha“, ein haferbreiähnliches Gericht. Gestärkt machten wir uns an diesem 25 Grad warmen Sonntagvormittag auf den Weg nach Peterhof, dem russischen Versaille. Mit dem „Meteor“ ging es per Boot über die Newa nach Peterhof, einem beliebten Erholungsgebiet der Petersburger, in dem ein märchenhaftes Schloss mit himmelgrauenDächern und goldenen Verzierungen steht. Die Parkanlage um das gelbe Gebäude mit seinen unendlich vielen Brunnen und Fontänen ist riesig und traumhaft schön. Traumhaft waren auch die Piroggen (gefüllte Teigtaschen), die wir zu Mittag aßen. Aber am schönsten war wohl das Kosakenkonzert, das wir am Abend besuchten. Während der Pause verliebten wir uns alle in einen der begabten Kosaken. Ich glaube, wir alle werden noch ewig von Sergej träumen…(Gwen)

Третий день

Mit Montag begann der Unterricht in der Sprachschule, wo wir Schülerinnen je nach Sprachkenntnissen unterschiedlichen Gruppen zugeteilt wurden. Der Unterricht war sehr lehrreich, außerdem war es sehr nett sich mit Leuten aus anderen Ländern nur auf Russisch zu unterhalten. Nach der Schule trafen wir uns mit russischen Deutsch-Studentinnen. Zuerst aßen wir bei Теремок, einer russischen Restaurantkette namens „Das Schloss“, wo es Palatschinken mit allen möglichen Füllungen gibt, gemeinsam zu Mittag. Anschließend führten uns die Studentinnen an die Herzen-Universität, wo wir im Tandem Deutsch und Russisch lernten. Es machte allen viel Spaß und wir genossen die Zeit, die wir zusammen verbringen konnten. Später bummelten wir noch ein wenig über den Newskij Prospekt, um anschließend zu unseren Gastfamilien zurückzukehren. (Viktoria)

Четвёртый день

Wieder einmal begrüßte uns unsere Gastmutter wieder einmal mit einem herzhaften russischen Frühstück. Den Vormittag verbrachten wir wieder in der Sprachschule. Zu Mittag gingen wir ins Restaurant „Pelmeniya“, wo es verschiedenste Teigtaschen, ähnlich den italienischen Ravioli, zu essen gibt. Die angenehme Atmosphäre und das köstliche Essen haben alle restlos begeistert. Anschließend haben wir eine Bootsfahrt auf den Kanälen unternommen und konnten die Schönheit der Stadt vom Wasser aus genießen. Am Abend feierten wir Michelles 17. Geburtstag in Jamie Oliver’s Restaurant „Jamie’s Italian“. Dort erfreuten wir uns an dem sehr guten Essen und lernten den freundlichen Ilya kennen, der mit den anderen Kellnern für Michelle ein Ständchen sang. (Sayuri)

Пятый день

Pünktlich um 10 Uhr fanden wir uns auch am Donnerstag wieder im Klassenraum ein. Nach vielen Übungen, Dialogen und auch Spielen machten wir uns 4 Stunden später lachend auf den Weg zu dem vegetarischen Restaurant „Ukrop“. Die wunderschöne Inneneinrichtung sorgte für hohe Erwartungen, doch die extrem lange Wartezeit und die kleinen Portionen waren enttäuschend. Um die Situation noch zu retten, holten wir uns noch sogenannte „Pyschki“, russische Donuts, in die wir uns sofort verliebten. Aufgeheitert von der köstlichen Nachspeise, eilten wir zur Ermitage. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, um die gesamte Sammlung anzusehen, doch was wir sahen, hinterließ einen bleibenden Eindruck. Besonders die Skulpturen von Lorenzo Bartolini hatten es uns angetan. Danach gingen wir nach Hause, um zu essen. Das Abendprogramm führte uns auf die Haseninsel, auf der Peter der Große die Stadt gegründet hat. Seitdem wird die Peter-Pauls-Festung liebevoll „das Herz Sankt Petersburgs“ genannt. Den Besuch dort rundeten wir mit einem Abendspaziergang ab, bei dem wir den atemberaubenden Sonnenuntergang über der Newa in vollen Zügen genießen konnten. (Lili & Yara)

Шестой день:

Der Donnerstag arbeiteten wir im Russischunterricht intensiv an den Verben, die den 5. Fall verlangen und spielten, um diese Verben zu festigen, auch ein Rollenspiel. Nach der Pause beschäftigten wir uns mit Kriminalgeschichten. In Zweiergruppen durften wir uns dann einen Kriminalfall ausdenken, den die anderen auflösen mussten. Danach gingen wir gemeinsam Mittag essen in das Bistro „Frikadelki“. Nach dem Essen spazierten wir zum Russischen Museum. Zunächst zeigten uns die Lehrerinnen die wichtigsten Stilrichtungen, Gemälde und Skulpturen, die man mindestens einmal im Leben gesehen haben muss. Danach hatten wir noch Zeit um alleine durch die Ausstellung zu schlendern und uns anzuschauen, was uns interessierte. Zum Abendessen waren wir wieder alle bei unseren Gastfamilien. Am Abend trafen wir uns alle noch einmal vor dem Denkmal Jekatarina II., wo uns Sayuri kurz etwas über Tschaikowsky erzählte. Mit dieser Wissensgrundlage sahen wir uns im Anschluss das Ballett Schwanensee im Aleksandrinskji Theater an. Es war eine tolle Vorstellung. Danach spazierten wir in der Abenddämmerung zu unseren Gastfamilien zurück. Ich glaube in dieser Nacht träumten wir alle davon, eines Tages eine Ballerina sein zu dürfen. (Luisa)

Седьмой день:

Am letzten Schultag waren wir alle sehr verwundert, wie schnell die Zeit verflogen ist. Nach einer Woche interessanten und informativen Unterrichts, wurden uns Zertifikate überreicht und nun mussten wir uns von den KursteilnehmerInnen unserer Stufe verabschieden. Ich hoffe, dass das Sprichwort „man sieht sich im Leben zweimal“ tatsächlich wahr ist. Vor der Führung durch die Спас-на-Крови (Blutskathedrale), welche uns alle durch die unglaublichen Mosaike beeindruckt hat, haben wir uns erneut in der „Pelmeniya″ an russischen Spezialitäten erfreut. Von einer prächtigen Kathedrale ging es zur nächsten: DieIsaakkathedrale, welche die viertgrößte der Welt ist, bietet von ihrer charakteristischen goldenen Kuppel aus einen eindrucksvollen Ausblick über Sankt Petersburg. Danach sind wir zum berühmten Ehernen Reiter gegangen, wo uns Gwen und Yara kleine Vorträge gehalten haben. Zum krönenden Abschluss haben wir auf dem Dach des Loftprojekts, eines Projekts russischer Jungdesigner, auf eine gute Heimreise angestoßen.
Ich schätze es sehr, dass ich die Möglichkeit hatte, Sankt Petersburg zu sehen und hoffe auf eine baldige Rückkehr. (Michelle)

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.