Das einsame Burggespenst von Mödling

Dies ist eine Geschichte, die in mehreren Zeiten spielt.

P1010903Es lebten einmal vor langer, langer Zeit vier arme Mägde, die für ihren grausamen König schuften mussten. Eines Tages rief der König sie zu sich. Er rief mit tiefer Stimme: „Ich habe einen Auftrag für euch. Ich habe gehört, dass ihr das klügste Personal im ganzen Reich seid. Das Rätsel lautet:

 
 
 
 
 


„Gehet zum Mödlinger Klettersteig,
dort angereist,
findet ihr einen Apfelzweig,
der wird euch den Weg weisen.
Doch den Schatz ihr nur findet,
wenn ihr durchs Portal schwindet!
Jetzt kommt der schwere Teil,
ihr braucht dazu ein langes Seil,
nun zieht daran und steigt empor,
und lauschet dann mit eurem Ohr,
was euch die Stimme prophezeit,
ihr habt nur eine Lösezeit,
nun gehet rauf zur düsteren Ruine,
überwindet eure Angst und findet zwei Schlüsselformen wie Ying und Yang“

Der König runzelte seine Stirn. Man sah die Verzweiflung in den Augen der Mädchen.
Die Mägde bekamen einen Lohn versprochen, doch wenn sie es nicht schaffen sollten, würden sie gehängt werden. Sie packten ihre Sachen zusammen und bekamen eine Karte, in der die Lage der Portale genau eingezeichnet war.

Hannah und ihre Freunde zogen los zu ihrem ersten Portal. Sie landeten in einer anderen Zeit. Lina schätzte 1734 Jahre vor ihrer Geburt, doch sie war sich nicht sicher. Nun mussten sie alles zu Fuß laufen. Sie waren sehr müde, als sie an der Grenze Niederösterreichs ankamen. Sie suchten das nächste Portal auf und landeten sehr unsanft am Boden. Hannerl und ihre Kolleginnen waren ungefähr 500 Jahre in die Zukunft gereist. Nun waren sie beim Mödlinger Klettersteig.

Von einer sehr netten Frau namens Trixi bekamen sie Ausrüstung wie Gurt, Helme und Klettersteigset zugeteilt und alles erklärt. Zwei gute Freunde, Hannes und Sam, begleiteten die vier ins Gebirge. Es kostete sie große Überwindung sich in den Gurt zurückzulehnen, oder sich an den Rande eines Felsen zu setzen. Trotzdem bereitete es allen Spaß. Oben angekommen, machten sich alle auf die Suche nach einem Schlüssel. „Seid mal alle ganz still, da macht irgendwas ein ganz komisches Geräusch. Es war das Rauschen des Windes, das durch die Bäume fuhr. „In den Wald!“, rief Lina aufgeregt und stürmte los. Der Rest rannte hinterher. Hannah warf ein: „Da ist ein Nest. Vielleicht ist da ja der Schlüssel drinnen!“
Schon stürzten sich alle darauf los. Hannerl bemerkte ihn als erstes. „Und was machen wir jetzt damit?“, fragte sie aufgeregt.
Erschöpft legten Hannah, Willi, Lina und Hannerl eine kleine Pause ein. „Weißt du, ob es hier in der Nähe eine Ruine gibt?“, fragte Willi neugierig. „Ja, natürlich“, antwortete Trixi freundlich „kommt mit, ich zeig sie euch!“. Nach einem Fußmarsch von einer halben Stunde kamen sie zu einer scheinbar verlassenen Ruine. Doch sie wussten nicht, dass ein Geist diese Burg bewohnte. Als sie gerade durch das große Tor treten wollten, sagte Trixi mit leiser Stimme: „In dieser Burg lebt ein Gespenst. Wer zu ihm will, muss ihm ein Geschenk bringen. Hannerl hatte eine gute Idee: „Wir könnten ihm Gesellschaft leisten! Er ist sicher sehr alleine!“ Trixi fand das eine gute Idee. „Komm Geist! Wir haben eine Überraschung für dich!“, rief Lina laut. „Nein, nein, so kommt er nicht. Komm herbei du Geist von Mödling, komm herbei, mein Herr von Mödling. Mödling ist das Zauberwort, der Ursprung beginnt dort.“, verbesserte Trixi sie.
Nach kurzer Zeit kam eine schimmernde Gestalt auf sie zu und fragte mit krächzender Stimme: „Habt ihr auch etwas für mich? Sonst wird es fürchterlich!“ Hannah antwortete höflich: „Natürlich, Herr Geist! Wir laden Sie zu einem Picknick im Innenraum ein.“ Willi meinte: „Und wir haben auch alles mitgebracht!“ „Nun gut, Fremde, tretet ein in mein Heim!“, antwortete der Geist angespannt. So kam es, dass sich der Geist, die vier Abenteuerinnen und Trixi in der kaputten Burg niederließen um zu picknicken.

„Ich lebe schon seit 200 Jahren alleine. Es ist hier ziemlich einsam und ich freue mich über jeden Gast. Es liegt ein Fluch auf der Ruine und mir. Ich kann nur die Burg verlassen, wenn jemand den Schatz findet, dazu braucht man jedoch einen Schlüssel.“, erzählte das Burggespenst traurig. Das war die Rettung!
So konnten die vier den zweiten Schlüssel und somit den Schatz finden und sich vor dem Erhängen retten. Gemeinsam mit Trixi und ihren zwei Freunden eilten sie durch ein weiteres Portal nach Wien in die Stubenbastei, wo sie so akzeptiert wurden, wie sie waren. Dort lebten sie noch glücklich und zufrieden und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute (was der Fall ist).

ENDE
Lina, Willi 3A

 


 

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