THEOS- Abenteuer 2019 – ROMEO und JULIA

Die Theos-Theatergruppe der Stubenbastei führte vom 24. bis zum 27. April 2019 das Stück “Romeo & Julia” von Shakespeare auf.

Da das Stück sehr bekannt ist, muss man über den Inhalt nicht viele Worte verlieren. Unsere Version wurde sehr stark gekürzt, hält sich aber inhaltlich sehr an das Original. Es geht um die große Liebe, um tödliche Feindschaft und um die Verkettung von unglücklichen Umständen und Missverständnissen. Das tragische Ende kennen die meisten Menschen.

Wir haben es aber komplett neu und möglichst modern inszeniert und einige ungewöhnliche Stilmittel eingesetzt. Zum Beispiel regnet es das ganze Stück lang und wir trugen alle Regenponchos. Alles war nass und an einer Stelle der Aufführung sogar ziemlich blutig. Ein Kampf mit Schwertern wurde in unserer Inszenierung mit Wasserflaschen gemacht, dabei wurde viel herumgespuckt. Ein Protagonist stirbt durch „Erspucken“, ein anderer wurde ertränkt.

Das Bühnenbild, das von Professor Herbst, der in der Theatergruppe auch unter dem Namen “Ronni” bekannt ist, gestaltet wurde, war sehr speziell. Ein verschiebbarer Plexiglas-Spiegel hatte die Funktion des Balkons, über den Romeo in die Gemächer seiner geliebten Julia klettert. Ich persönlich hatte ständig ein bisschen Angst, von diesem riesigen Spiegel erschlagen zu werden. Mit den Requisiten gab es einige Pannen, die uns kleine Probleme verursacht hatten. Bei der „Partyszene“ sind die Plastikgläser auseinandergefallen und die SchauspielerInnen mussten knirschend auf zerbrochenen Plastikteilen herumsteigen.

Ein abgebrochener Türgriff hat mich kurzfristig ziemlich aus der Fassung gebracht, ich musste total lachen und gleichzeitig eine ganz traurige Szene spielen. Das Publikum hat nichts davon mitgekriegt und Ronny Herbst hat es jeden Tag geschafft, die kaputten Requisiten wieder zu ersetzen und alles zu reparieren. Die Probenzeit dauerte ein halbes Jahr. Wir hatten jeden Freitag am Abend geprobt und sogar manchmal einen ganzen Samstag in der Schule verbracht. Es war anstrengend und wir hatten alle sehr viel Zeit und Mühen investiert, aber am Ende hatte es sich gelohnt. Der Text war nicht gerade leicht zu lernen, da es sich um die ins Deutsche übersetzte Originalfassung von Shakespeare handelte. Aber auch das haben wir alle geschafft.

Beim Projekt haben das ganze Jahr über viele großartige Leute mitgemacht und wir haben lustige Freitagabende miteinander erlebt. Danke jedenfalls an die LehrerInnen Gabriel, Herbst, Knabl und Koschat, die es mit uns ausgehalten haben. Ich bin aber davon überzeugt, dass es auch ihnen Spaß gemacht hat und sie die Zeit mit uns sehr genossen haben.

Auch von unseren ZuschauerInnen haben wir sehr gutes Feedback bekommen und unseren MitschülerInnen hat es auch gefallen

Wir wollten unser Publikum auch überraschen. Bei der Partyszene wurde immer ein Zuschauer oder eine Zuschauerin aus dem Publikum auf die Bühne geholt, der/die kurz mitfeiern durfte. Bei der Premiere war das Professor Huber. Für ihn war das sehr unerwartet, da man ihn natürlich nicht im Vorhinein informiert hatte, jedoch ist er mit der Situation recht gut umgegangen.

In so einem großen Projekt steckt sehr viel Arbeit und Zeitaufwand drin. Aber ich glaube, wir haben ein echt tolles Stück zusammengebracht. 
Alles in Allem kann ich nur sagen, dass die heurige THEOS-Produktion sehr viel Spaß gemacht hat und ich mich schon sehr auf das nächste Jahr freue.

#Theos2019

Theo Haas, 5B

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