MY FAIR LADY – 8A

Viridat tam viride*, si flores florent Hispaniae“

Am Freitag Abend, den 18.01.19, gingen die SchülerInnen aus der 8A im Rahmen des Lateinunterrichtes bei Frau Prof. Wöhrer in die Volksoper, um das Erfolgsmusical „My fair Lady“ von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe zu besichtigen.

An dieser Stelle wird sich der ein oder andere zu Recht fragen, in welchem Zusammenhang dies mit Latein steht?! Nun ja, was die wenigsten wissen, basiert die Handlung von „My fair lady“ auf dem antiken Mythos „Pygmalion“, der von Ovid in seinen Metamorphosen (Met. 10, 243-297) erzählt wird.

Genauso wie im antiken Stoff der eingefleischte Junggeselle Pygmalion seine selbstgehauene Statue verehrt, die von Aphrodite später zum Leben erweckt wird, verliebt sich auch der frauenfeindliche Phonetiker Professor Higgins mit der Zeit in seine Schülerin Eliza Doolittle, die sich allmählich von einem gewöhnlichen Blumenmädchen in eine Lady „verwandelt“. Obwohl sich Professor Higgins als Schöpfer der neuen Lady Eliza sieht und diese auch wie eine lebende Puppe behandelt, kehrt Eliza nach einem großen Streit zu ihm zurück. Der Grund für ihre Rückkehr bleibt offen…

Obwohl die Vorstellung drei Stunden gedauert hat, war es dramaturgisch sehr kurzweilig und unterhaltsam gestaltet. Das Musical zeichnete sich durch eine hervorragende Besetzung mit tollen Stimmen (u.a. Robert Meyer und Lisa Habermann) aus, die das Publikum bei Ohrwürmern wie „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen“ (auf Latein: „Viridat tam viride*, si flores florent Hispaniae“) mitschwanken ließ.

Kurz gesagt: ein absolut sehenswertes Musical, das einen unterhaltsamen Abend garantiert!

* viride bildet eine Ausnahme bei der Adverbbildung; statt viriditer ist nur die Form viride als Adverb im Georges belegt.

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