Ein Platz für alle!

Unser Vorplatz ist fertig!

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In den letzten Wochen des Schuljahres 13/14 und über die Sommerferien wurden die letzten Reste der alten Platzgestaltung und der bestehende Straßenbelag vor der Schule abgetragen und bis zu Schulbeginn wurde unser Vorplatz, der sich bereits ab 2009 laufend architektonisch verwandelt hatte, rundum erneuert.

In den vergangenen fünf Jahren hat die Schule den Straßenraum für sich und die Stadt neu erobern können. Mit Ausdauer und Engagement und in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten, SchülerInnen, Eltern, Bezirk, Stadt, Sponsoren und dem Lebensministerium haben wir den Platz funktional und formal anspruchsvoll umgestalten können. Alle Details dazu finden Sie hier.

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Anfang Oktober wurde der Platz gemeinsam mit unserem Partizipationspartner feierlich eröffnet. Der Festakt wurde von allen SchülerInnen in einem fünfminütigen, konzertanten Schreikonzert und (verordneten) Papierflieger-aus-dem-Fenster-schießen begleitet.
Der Straßenraum zwischen den beiden Häusern ist heute zur attraktiven und kommunikativen Fläche geworden, die den beiden Institutionen und dem öffentlichen Raum ein modernes und offenes Miteinander bieten kann.

Bauliche Situationen im Stadtraum werden meist als (Natur)gegeben hingenommen, sind sie jedoch verändert, wird ihre Präsenz gerne bis in die tiefste Vergangenheit hinein projiziert. So kann sich heute kaum jemand die schulfeindliche Situation noch vor drei Jahrzehnten vorstellen, als der Autoverkehr des sogenannten Innenrings nur zwei Meter bis ans Schultor reichte und nur mit einem filigranen Drahtzaun ausgesperrt wurde. Und auch die trostlose Vorplatzgestaltung, wie sie noch bis vor kurzem mehr an Nachkriegsfinsternis als an einen schulfreundlichen Pausenhof erinnerte, ist für viele Neulinge an der Schule bereits un-bekannte Stadtgeschichte.

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Heute im Sommer 2015, da die Hochbeete über das Frühjahr ihre orangebraune Edelrostfarbe angenommen haben und unsere von SchülerInnen vor knapp drei Jahren gebauten Lärchenholzmöbel silbern abgewittert sind, die Scooter während des Schulbetriebs kreuz und quer zwischen den Fahrradständern hängen, Enten, Passanten, Parcourspringer und Skater sich mit uns am Vorplatz tummeln, da zeigt sich, was ein Platz im öffentlichen Raum leisten kann und immer auch leisten soll: Ein lebendiger Begegnungs- und Bewegungsraum zu sein, für alle!

Danke, dass so viele mitgeholfen haben, unseren Platz zu einem gemeinsamen zu machen!
Roland Herbst, Juli 2015

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Fotos: Max Imre, Roland Herbst, Pressedienst Lebensministerium

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