Kanutour in Ungarn

Wisst ihr, was extremen Muskelkater macht und trotzdem Glücksgefühle auslöst?

Es ist das Gefühl von Freiheit und Zusammenhalt.

Das Gleis am Hauptbahnhof war voll. Überall Fahrräder, Rucksäcke, Koffer und dazwischen sogar noch Menschen. Das alles wurde in den Zug verfrachtet und nach Ungarn transportiert. Dort gaben wir das Gepäck ab und fuhren noch 15km mit dem Fahrrad. In unserem Falle waren es sogar noch mehr, weil wir uns am Anfang verfahren hatten. Nach dieser langen und anstrengenden Fahrradtour kamen wir wohlbehalten am Campingplatz an und bezogen unsere Hütten. Danach machten wir die erste Kanufahrt. In meinem Boot gab es das eine oder andere Mal einen Zusammenstoß mit einem Baum, aber sonst war unser Kapitän sehr kompetent. Natürlich mussten wir noch ein bisschen üben. Am Abend gab es dann noch ein Lagerfeuer mit Gitarre und Gesang. Alles in allem war es ein toller Tag. Allerdings war der Ausflug noch nicht vorbei.

Am nächsten Morgen wachte ich mit Muskelkater auf. Nach dem Frühstück ging es mit dem Fahrrad an die Anlegestelle und von dort aus ca. sechs Stunden mit dem Kanu zu verschiedenen Seitenarmen der Donau. Irgendwann machten wir eine Mittagspause und einige Oberstufenschüler wärmten sich ihre Spaghetti mit einem Campingkocher auf. Es war sehr lustig, sich dieses Spektakel anzuschauen. Als wir den ganzen Weg zurückgefahren waren, gingen wir nochmal schwimmen. Diesmal schwangen wir von einem Podest mit einem Trapez, das auf einem Ast befestigt war, weit über den Fluss hinaus, und ließen uns dann gekonnt ins eiskalte Wasser fallen.

Am letzten Tag fuhren wir nochmal Kanu, danach die 15km mit dem Fahrrad zurück zum Bahnhof und dann wieder mit dem ganzen Gepäck und Fahrrädern im Zug nach Wien. Eigentlich erstaunlich, dass noch andere Leute auch hineingepasst haben. Zuhause fiel ich nur noch überglücklich ins Bett.

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