Volksoper backstage erleben. Erlebnisberichte von Schülerinnen der 3A

Am Anfang war es sehr schwer die Oper zu eröffnen, da unsere damalige Kaiserin (Kaiserin Elisabeth) im Ausland ermordet wurde. Mit der Zeit gelang es jedoch alles in Gang zu bringen. Das Operngebäude wurde zu Ehren von Kaiser Franz Joseph dem Ersten erbaut.

Die Requisiten, welche nicht länger gebraucht werden, werden entweder verkauft oder im Fundus gelagert. In der Volksoper gibt es gewisse Requisiten aus speziellem Glas, welche oft schon vor der eigentlichen Vorstellung zu Bruch gehen. Es gab einmal einen Unfall wobei sich ein Mann mit einem Messer die Kehle aufgeschnitten hatte. Obwohl er überlebte, werden seitdem nur mehr unechte oder stumpfe, beziehungsweise abgeschliffene Messer eingesetzt. 

Es gibt insgesamt 1261 Sitzplätze. Darunter „normale“ Sitzplätze, Rollstuhl-, Sitz- und Logenplätze. Es können 1337 Leute gleichzeitig eine Darbietung genießen und so in die Welt der Oper eintauchen.

Das Orchester umfasst alleine in diesem Haus 93 Musiker und Musikerinnen. Unter den Instrumenten befinden sich auch sehr, sehr teure Exemplare. Zum Beispiel Querflöten im Wert von 100.000 bis 130.000 Euro. Diese sind dann aus Gold oder Platin, weil dadurch der Klang besser ist.

Das Wiener Staatsballett tritt häufig in der Volksoper auf. Die Volksoper verfügt über neun Kilometer Kleiderstangen voll von Kostümen. Zwei besonders erfolgreiche Aufführungen sind „Der Zauberer von Oz“ und „We will rock you – das Musical“. Im Februar gibt es Sonderaktionen für Senioren, bei denen sich diese einen Rabatt um bis zu 25% sichern können. Das ist allerdings ausschließlich im Februar der Fall.

Wir durften im Opernhaus unter anderem hinter die Bühne, welche riesig ist. Dort hingen diverse Vorhänge, die anscheinend als Kulissen benützt werden können. Außerdem durften wir auch einen ganz speziellen Aufzug sehen, welcher dazu dient, dass Kulissen und Darsteller während einer Aufführung „verschwinden“ und auf mysteriöse Art und Weise „aus dem Nichts“ auftauchen können. Uns wurden dort ebenfalls spezielle Gurte gezeigt mit deren Hilfe die Schauspielerinnen und Schauspieler durch den Saal fliegen können.

Alles in allem war es sehr interessant einmal die Oper hinter den Kulissen sehen zu dürfen. Das ist eine Möglichkeit, die man sicherlich nicht jeden Tag geboten bekommt. Ich selbst war auch schon als Zuschauer dort, weshalb es gerade für mich umso spannender war alles von hinten betrachten zu dürfen.

Nina Niemeck

Die Volksoper wurde am 14. Dezember 1898 eröffnet, gebaut vom Theaterverein während der Ringstraßenzeit. Erst ab 1903 war die Volksoper ein Musiktheater.

Sie bietet für ca. 1300 Gäste Platz. Im Repertoire der Volksoper stehen Oper, Operette, Musical und Ballett. Über dem Orchestergraben befindet sich die Bühne. Es gibt keine Verstärkung, weder für das Orchester, noch für die Sänger, es gibt nur eine Effektbeschallung. Die Volksoper eignet sich besonders für die Aufführung von Musicals, da sie über ein eigenes Orchester verfügt. Nach dem zweiten Weltkrieg war die Volksoper das Ausweichquartier für die zerstörte Staatsoper.

Auf dem eisernen Vorhang lässt sich die Widmung des Hauses zum 50 – Jahre – Regierungsjubiläums Kaiser Franz Joseph I. durch die beiden Jahreszahlen 1848 und 1898 erkennen. Wie bereits schon oben erwähnt stehen 1261 Sitzplätze zur Verfügung, 72 Stehplätze und 2 Rollstuhlplätze zur Verfügung. Die Bühnenfläche besteht aus einer dreh- und hebbaren Kernscheibe mit einem Außendurchmesser von 15 Metern um die Kernscheiben. Weiters gibt es drei handbetriebene stationäre Personenversenkungen. Der Orchestergraben ist mit zwei elektrisch angetriebenen Hubböden ausgestattet. Die Sitzplätze sind auf Parkett, erster Rang (Balkon) und einen zweiten Rang (Gallerie) aufgeteilt. Es ist ein wunderschön ausgestattetes Opernhaus.

Lea Yosfan

Ein interessanter Blick hinter die Kulissen der Volksoper: Unser Klassenausflug hat mich das Haus, in dem ich schon „Fledermaus“, „Hänsel und Gretel“, „Nacht in Venedig“, „My fair lady“ und „Mann von la Mancha“ und „Der Zauberer von Oz“ gesehen habe, noch besser kennengelernt. Wir wurden auch dorthin geführt, wo man als Besucher sonst nicht hinkommt.

Wir erfuhren unter anderem, was die Farben auf den Plakaten bedeuten. Magenta=Operette, Grau=Oper, Grün=Musical, Blau=Ballett. Im ganzen Haus arbeiten 450 Leute, Direktor ist Robert Meyer, ein berühmter Schauspieler, den ich in fast allen Vorstellungen gesehen habe. Im Kinderchor singen 80 Kinder. Der Eiserne Vorhang wiegt 6000 Kilogramm. Er ist besonders wichtig, wenn es auf der Bühne brennt. Auch sonst sind die Sicherheitsvorkehrungen sehr genau, es gibt Notausgänge und Rauchklappen und auch der Bühne dürfen keine scharfen Gegenstände mehr verwendet werden. Alle Türen müssen nach außen aufgehen, seit im 19. Jahrhundert bei einem Brand im Ringtheater viele Menschen das Haus nicht verlassen konnten und aufgrund dessen gestorben sind.

Die Sänger werden durch einen Souffleur/Souffleuse unterstützt, die bei Textaussetzern einspringen. Die Sängerknaben sind im ersten Stock des Bühnenhauses, das vom Zuschauerraum aus nicht zugänglich ist. Dort befindet sich auch die Maske, die zum Beispiel bei Musicals den Sängern Funkmikrophone seitlich im Gesicht klebt. Hier können sich die Sänger auch einsingen. Über die Versenkung erreicht man die Unterbühne, auf 23 Metern Höhe beginnt der Schnürboden. Von hier aus werden die Kulissenteile bewegt.

Die Volksoper gibt vielen Berufsgruppen Arbeit: Orchester, Chor, Balletttänzer, Sänger, Bühnenarbeiter, Garderobier, Maskenbildner, Feuerwehrleute, Billeteure, Bühnenportiere und ein Theaterarzt. Das Orchester hat 94 Mitglieder, manche Instrumente, zum Beispiel Flöten können aus Gold sein. In der Volksoper sind 245 Bühnentechniker und 150 Solisten und damit insgesamt 540 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr kommen etwa 300.000 Besucher. Das Theatergebäude ist ein wunderschön ausgestattetes Opernhaus.

Constanze Sichrovsky

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