Boden ist wertvoll – Boden ist Leben

Im Rahmen des Biologieunterrichts besuchten uns einige Experten der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft und erzählten uns über die vielen Funktionen des Lebens­raums Boden („Boden macht Schule – Workshop“).

In einem Stationenbetrieb lernten wir beim Mikroskopieren von Bodentieren (zum Beispiel Regenwürmer, Pseudoskorpione, Samtmilben, Bodenspinnen, Rindenläuse) viel Neues über die zahlreichen Kleinstlebewesen der Erde. Anschließend zeichneten wir diese nach. Außerdem lernten wir, dass Erde ein ausgezeichneter Wasserfilter ist und Wasser nicht nur gut aufnimmt, sondern auch reinigt. Erde ist ein besserer Wasserfilter als Kies. Am Schluss bekamen wir ein Blatt Papier mit einer Klebefolie und durften Erde von verschiedenen Boden­typen darauf streuen. Dadurch konnte man gut erkennen, dass Boden nicht gleich Boden ist. Wir diskutierten auch über verschiedene Maßnahmen, die den Boden und seine Bewohner schützen, zum Beispiel die Abschaffung von Monokulturen und die Erhaltung der Artenvielfalt von Pflanzen.

Gefahren für den Boden sind Überweidung, Bodenversiegelung (Straßenbau, Zubetonierung) und Überdüngung: Zu viel Dünger, der nicht von den Pflanzen aufgenommen werden kann, gelangt durch Regen ins Grundwasser. Auch die Pestizide verschmutzen das Grundwasser. Die fruchtbare Humusschicht nimmt CO2 aus der Luft auf und speichert es. Doch bei Über­wirtschaftung des Bodens wird dieses wieder freigesetzt und trägt dann zum Klimawandel bei. Der Boden ist reich an Nährstoffen, die lebenswichtig für Pflanzen sind, der Mensch ist die größte Bedrohung für die Erde. Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für gute Nahrung und eine saubere Umwelt.

Constanze Sichrovsky, 3 A

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