One Week in Norway – Unsere Sportwoche

Es ist Ende Mai, doch es sieht hier aus wie Norwegen im Spätherbst. Angezuckerte Gipfel ragen
um den in Wolken getauchten See in den Himmel. Egal. Wir springen trotzdem gleich hinein. Nicht
in den Himmel natürlich. Nein, in den See. Uaaahhhh. Saukalt. Aber erfrischend nach der langen Zugfahrt. Wobei die ist eigentlich wie im Flug vergangen. Wir hatten mal richtig viel Zeit zum Reden und haben uns mit Süßigkeiten voll gestopft. Die Zimmer sind voll ok. Das Essen wird eher wie bei Supersize Me, meinte Herr Binder, und er hatte recht. Semmeln zum Frühstück, Schnitzel zu Mittag, Lasagne am Abend. Aber hey! Wir sind ja zum Sporteln da. Die ganzen Kalorien verbrennen wir schon wieder. Alle haben richtig Lust. Kajak ist toll. Am dritten Tag dürfen wir schon unabhängig über den See. Am bewaldeten Ufer alleine entlang zu fahren ist eine unglaublich schöne Erfahrung. Tennis ist leider ziemlich überfüllt in der Halle (es regnet ja dauernd). Wobei der Regen interessanterweise am Wenigsten beim Surfen stört, weil wir haben ohnehin Neoprenanzüge an. Das heißt wir werden sowieso nass, aber wir bleiben warm. Tino meinte, dass Mountainbike richtig viel Spaß macht. Überhaupt sind die Sportlehrer alle echt in Ordnung. Die Tanzlehrerin hat einen lustigen bulgarischen Akzent wenn sie englisch spricht. „Yeeeesss!“ Ein paar mal tanzen sogar die Lehrer mit. Hip-Hop und Tango. Nach dem Sportprogramm geht sich noch eine Runde Beachvolleyball oder Kicken aus. Gestern Abend waren wir auf einer Wanderung zur Burg Sommeregg. Obwohl ich wandern ja nicht so wahnsinnig toll finde, hat es, voll Spaß gemacht. Wieder viel Zeit zum Reden. Beim Europa League Finale haben wir mit den Lehrern mehr über aktuelle und mögliche Beziehungen in der Klasse geredet, als über Fußball. Es war wirklich eine super Woche. Jetzt wo wir im Zug sitzen scheint das erste Mal richtig die Sonne und es fühlt sich endlich nach Frühling an. Ich wäre gern noch zwei Tage länger geblieben.

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