Eisenstraße

Eine Region mit gemeinsamer Vergangenheit - und Zukunft!
Das Netzwerk der Österreichischen Eisenstraße vereint heute rund um den Erzberg 76 Gemeinden. Alle haben ehemals einen geschlossenen Wirtschafts- und Kulturraum gebildet. Auch in der Gegenwart wird nun über die Landesgrenzen hinweg wieder verstärkt zusammengearbeitet.

Geographisch gesehen ist es jenes Gebiet im Dreiländereck Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark, dessen Ausdehnung früher etwa dem der vier Widmungsbezirke Scheibbs, Waidhofen an der Ybbs, Steyr und Windischgarsten entsprach, begrenzt im Westen von den Flüssen Krems und Traun, im Norden von der Donau, im Osten von der Erlauf sowie im Süden vom Hochschwab, den Eisenerzer Alpen und dem Pyhrn. Nie eine Einheit im politischen Sinn, bildete es dennoch einen umso geschlosseneren Wirtschaftsraum, der mit seiner Industrie die Versorgung Österreichs, ja weiter Teile Süddeutschlands, Böhmens, Ungarns, des Balkan und vor allem auch Russlands mit Eisenwaren aller Art ermöglichte.

Eisenwurzen – Was ist das?
Woher der Ausdruck Eisenwurzen stammt, wissen wir nicht. Sicher ist jedoch, dass damit ursprünglich der steirische Erzberg gemeint war, bis man diese Bezeichnung später auf den oben genannten Bereich ausweitete. Sie jedoch immer nur auf das Innerberg (Eisenerz) zugewandte Gebiet bezog und damit bereits die weiter östlich gelegenen, über den Seebergsattel von Vordernberg her belieferten Täler etwa der Pielach oder der Traisen ausschloß. Viel poetischer deutet die Lunzer Dichterin Elisabeth Kraus-Kassegg diesen Namen: In einem ihrer Romane sieht sie den Erzberg als gewaltigen Baum, der seine Wurzeln weit um sich ausbreitet und in denen jene Säfte fließen, die der Stamm zum Leben braucht.