Nach intensiven Vorbereitungen im Geschichte- und Deutschunterricht
(allgemeiner historischer Überblick, Lektüre von Jugendbüchern
und Besuch und Besprechung des Films "Sophie Scholl") widmeten wir
vier Tage folgenden Schwerpuntthemen:
Formen des Gedenkens und Erinnerns, Konzentrationslager, Euthanasie und Widerstand.
Rundgänge, das Gespräch mit einem Zeitzeugen, ein Workshop zum Thema
Zivilcourage mit einer Vertreterin von ZARA, der Besuch des Konzentrationslagers
Mauthausen, Buchpräsentationen und Referate beleuchteten die einzelnen
Themen und ermöglichten unterschiedliche Zugänge
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Niemals Vergessen Erinnerung ist das Schlüsselwort, Sich erinnern heißt, den Glauben
an |
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"Vor dem Haus in der Schmelzgasse 9 sind gusseiserne Pflastersteine im Boden eingelassen, auf denen stehen stellvertretend für alle 19 Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses fünf Namen und das Datum, an dem sie in die Vernichtungslager gebracht wurden." Marlon Schwienbacher |
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"Sehr interressant war der Leopoldstädter Tempel, der früher der größte im 2. Bezirk war. Er war im maurischen Stil erbaut und stand in der Tempelgasse. Genau wie der Türkische Tempel der sephardischen Juden in der Zirkusgasse wurde er in der Pogromnacht im November 1938 zerstört." Elisabeth Feitsch |
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"Wir besuchten unter anderem das Denkmal auf dem
Morzinplatz. Es war erschreckend anzusehen, wie heruntergekommen es ist.
Die Blumen und Kränze rundherum werden weder gepflegt noch entfernt
und "vergammeln" nun. Viele Hundebesitzer lassen ihre Hunde
das Denkmal als Hundeklo benützen. Simmi Seeliger |
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"Frau Professor Riesenfelder hatte eine Kassette auf den Heldenplatz mitgebracht, auf der die Rede Adolf Hitlers vom März 1938 abgespeichert war. Man hörte die vielen Österreicher, die ihm zugejubelt haben. Es waren ja so viele, dass der ganze Heldenplatz voll war." Raoul Schoisengeier |
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Gespräch mit Dr. Franz Daniman
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"Ihre Jugend war viel härter als meine es ist. Sie kämpften um ihr Leben und für die Freiheit des Volkes. Ich kämpfe jetzt mit meinen Eltern darum, dass ich eine Stunde länger am Abend in der Stadt bleiben darf. Ihre Zivilcourage, sich gegen ein so brutales Regime zu widersetzen und ihr Leben auf das Spiel zu setzen, ist sehr beeindruckend." Matthias Schrammel |
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"Allein wie sie ihre kurze Jugend verbracht haben, macht mich sehr ehrfürchtig." Elisabeth Feitsch |
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"Es hat mich sehr beeindruckt, dass dieser alte Mann den Mut hatte, mit uns über die schlimmste Zeit seines Lebens zu sprechen." Fabian Kainersdorfer |
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Zivilcourage Die Welt ist viel zu gefährlich,
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"Es ist sehr wichtig, dass man etwas dagegen unternimmt, wenn irgendwo Diskriminierung, Gewalt oder Ausgrenzung geschieht, man muss einschreiten und helfen und laut seine Meinung sagen, das haben wir von Claudia, die von der Organisation ZARA (Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus Arbeit) zu uns gekommen ist, gelernt. Der Workshop war wirklich toll!" Genia Krassnig |
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"Wir wurden in Gruppen geteilt und sollten dann einen bestimmten Begriff erklären und ein Plakat gestalten. In meiner Gruppe war es der Begriff Zivilcourage. Wir einigten uns auf: sich für einen anderen Menschen einsetzen, den Mut haben ewas zu sagen umd sich trauen, jemanden zu helfen, der alleine ist." Fabian Kainersdorfer |
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"Als ich den Film "Sophie Scholl" gesehen hatte, war ich ziemlich beeindruckt. Schon nach der ersten halben Stunde hatte ich meine Taschentücher nass geschnäuzt. Der Film vermittelt einem die echten Gefühle der Widerstandskämpfer und berührt zutiefst. Ich finde es toll, dass die Mitglieder der Weißen Rose so viel Mut aufbrachten und sich gegen das "Heil Hitler" wehrten." Sophie Dutzler
"Ich frage mich, seit ich den Film "Sophie Scholl" gesehen habe, ob ich in dieser Situation genau dasselbe getan hätte und finde die Entscheidung, für eine bessere Welt zu sterben, ist die richtige. Michael Schöffel |
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Vernichtung
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"Als wir in Mauthausen ankamen, regte es mich auf, dass manche Menschen einfach auf den Mauern saßen und picknickten." Simmi Seeliger |
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"Ich würde nicht einmal eine Woche ohne etwas Nahrhaftem zum Essen oder zum Trinken aushalten, doch die Inhaftierten mussten es Jahre lang ertragen." Stefan Brunner |
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"Nachdem ich mir die Geschichte eines griechischen Zeitzeugen in einem Fernseher mit Kopfhörer angehört hatte, machten wir uns auf den Weg ins Arbeitslager. Was wir dort von unserem Führer erfahren haben, war ziemlich schlimm für mich." Raoul Schoisengeier |
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"Am Ende waren wir auch in der Gaskammer. Dort habe ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt und war froh, als wir wieder oben waren. In der Kammer waren einige Gedenktafeln für Opfer angebracht und in eine davon war ein Hakenkreuz geritzt. Das hat mich unheimlich zornig gemacht, weil es Menschen gibt, die so dumm sind und keinen Respekt vor Opfern zeigen. Aber gerade deshalb müssen wir ganz besonders gut aufpassen, dass so etwas nie wieder geschieht und vor allem dürfen wir Niemals Vergessen!" Fabian Kainersdorfer |
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Texte Zusammengestellung: |
Manuela Riesenfelder und Maria Sonnweber |
| Fotos: | Manuela Riesenfelder |
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