
Am 26.04.2004 besuchte der Schriftsteller Peter Turrini unsere Schule, um eine Lesung zu halten und uns anschließend für Fragen zur Verfügung zu stehen.
Ich war sehr gespannt, wie er denn wirklich sein würde und ob sich der Eindruck, den ich von ihm hatte, bestätigen würde. In Deutsch hatte ich ein Referat über Peter Turrini vorbereitet und daher einige Werke von ihm gelesen. Teilweise waren diese ziemlich schockierend und grausig, teilweise sehr witzig. Demnach wusste ich nicht, was ich über den Autor denken sollte. Seine politischen Texte fand ich wirklich gut, einige Gedichte gefielen mir auch, obwohl ich eine Sendung im Fernsehen gesehen hatte, in der Peter Turrini Gedichte las, wobei er mir nicht sonderlich sympathisch war. Sein Drama „Tod und Teufel“ fand ich zum teil ziemlich abstoßend, da die Dinge extrem übertrieben dargestellt werden, was mir auch bei einigen anderen Texten von ihm aufgefallen ist. Dass ich ihn nicht mochte oder dass mir seine Texte nicht gefielen, konnte man daher nicht sagen, aber mein Lieblingsautor würde er wohl nicht werden.
Aber es kam ganz anders! Er war älter als in dem Video, das ich gesehen hatte, und er war mir plötzlich extrem sympathisch. Die Texte, die er gelesen hat, kannte ich großteils, eine Rede haben wir in Deutsch sogar genauestens analysiert. Es gab viel Gelächter und es herrschte eine sehr angenehme Stimmung.
In der anschließenden Stunde konnten wir Fragen stellen, für mich war es höchst interessant herauszufinden, wie er an seine Stücke herangeht, wie er Material und Ideen sammelt, um dann zu schreiben zu beginnen. Wenn man das alles von ihm persönlich erzählt bekommt, geht man auch an seine Stücke ganz anders, viel offener, heran. Es wurden noch einige andere Fragen gestellt, ein weiterer sehr sympathischer Zug von ihm war, dass er nicht nur unsere Fragen beantwortet hat, sondern sich auch für uns interessierte, von uns wissen wollte, wie es uns geht und ob bei der Matura alles gut gehen würde.
Peter Turrini ist wirklich ein „cooler Typ“, und ich bin sehr froh, dass er uns an der der Stubenbastei besucht hat.
Gunda Weiss, 8B
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